Fest-Tag der offenen Tür am 22.Juli

Bei schönstem Sommerwetter konnten wir zum Fest-Tag der offenen Tür jede Menge Besucher im Kneipp-Zentrum begrüßen. Zum offiziellen Auftakt waren morgens auch die Vizepräsidentin des Landessportbundes, Michaela Engelmeier und Ulrich Kalwei vom Kneipp-Bund NRW angereist. Nachdem sie dem ersten Vorsitzenden Bernd Wulfram die Ehrenurkunden ihrer Verbände überreicht hatten hielt es sie nicht mehr auf ihren Plätzen sondern sie begaben sich auf die baumbestandene Wiese hinter dem Kneipp-Zentrum, um beim ersten Mitmachangebot des Tages- dem Kreistanz zu folkloristischer Musik, mitzumachen. Schon bald sahen die abwechslungsreichen getanzten Formationen sehr gelungen aus- und man merkte den Tänzern die Freude an der Bewegung deutlich an.

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Parallel wurde drinnen von Marc Driesen, bzw seinem kurzfristig eingesprungenen Vertreter, ein Fachvortrag zu den Behandlungsmöglichkeiten beim evaporativ trockenen Auge gehalten, bei dem einige Zuhörer aufgrund ähnlich gelagerter eigener Probleme sehr interessiert den Vorschlägen der Fachleute lauschten. Nach diesen recht intensiven ersten Fest-Stunden ging es beim Mittagsimbiss eher locker zu und wuselig durcheinander.

Weiter ging es mit Gedichtlesungen von Horst Fleitmann unterm knorrigen Pflaumenbaum- der seine Zuhörer gekonnt unterhielt- und häufig zum Schmunzeln brachte. Die Nachmittagsangebote zum Mitmachen starteten mit schweißtreibend-effektiver Arbeit am Pilatesring. Margot Müller leitete ihre Gruppe konzentriert an, alle fast unbeeindruckt von der Wärme, die sich mittlerweile ausgebreitet hatte. Draußen suchten sich die Musikfans schattige Wiesenplätze, um die fantastischen Musikstücke des Kölner Duos Piadolla genießen zu können.

Zwischen den Musiksets gab es Kaffee und Kuchen, aber auch die Gelegenheit, verschiedene Bewegungsmöglichkeiten beim Kneipp-Verein zu testen. Albert Ast machte mit seiner Schnuppergruppe erste Qi Gong Übungen, während Manfred Plieske anschließend die weniger bekannte Sportform Kaha – eine Mischung aus verschiedenen (Kampf)- Sportarten einer sehr großen Schar näherbrachte. Zur Musik ließen sich die fließenden Bewegungen, von Manfred Plieske sehr bildhaft erklärt, gut nachempfinden. Offensichtlich eine Sportart, die den Teilnehmern auf Anhieb Spaß machte, auch wenn nicht gleich alles perfekt gelang.

Sehr viel mehr Präzision erforderte die Tai Chi Übung von Ho-Jung Böhmer. Bei ihr sah alles leicht und elegant aus- sie erklärte, um eine solche Übung zu beherrschen sei mindestens ein einjähriges Training erforderlich, vielleicht auch zwei oder drei Jahre. Wer zwischendurch Entspannung vom Fest-Trubel suchte konnte diese beim Klangschalen-Kurzworkshop erfahren. Monika Meinert ließ ihre Klangschale erklingen- und die Teilnehmer konnten den Tönen und ihrer Wirkung nachspüren.

Um Spüren- allerdings manueller Art ging es bei Karin Fiebergs Handmassage-Schnupperkurs. Paarweise wurde sofort losmassiert- und die angenehme Wirkung verschiedener Massagetechniken ausprobiert. Auch im Anschluss sah man verschiedentlich, wie noch weitermassiert wurde- so gut fühlte sich das an. Auch die Musiker von Piadolla nahmen gerne das Handmassage- Angebot von Karin Fieberg an- schließlich mussten ihre Hände beim Musikmachen Schwerstarbeit leisten.

Am späten Nachmittag baute Ho-Jung Böhmer ihre koreanischen Trommeln in geschnitzten und farbig bemalten Gestellen auf und setzte mit ihrer Trommel-Tanz-Einlage einen spektakulären Schlusspunkt- sowohl optisch wie auch akustisch. Ein gelungener Fest-Tag zum 125- jährigen Vereinsbestehen fand so einen sehr würdigen Abschluss. Der Kneipp-Verein Dortmund e.V. bedankt sich bei allen Mitwirkenden für ihr großes Engagement und bei den Gästen für ihre Offenheit – wir finden, es war ein gelungener Tag.

(Text und Fotos: M. Hengesbach)